AKTUELLES

SIG - Seetreppe Interessengemeinschaft

Petition gestartet am 22.01.2026
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Umweltpolitik muss dem Menschen dienen!
Welchen Stellenwert hat der Tourismus an der Seenplatte?
vom 31.05.2026 von Heinz Reinsch

Sehr geehrter Herr Landrat Müller,

die Bürgerinnen und Bürger in Untergöhren am Fleesensee sind tief verärgert. Unser seit über 40 Jahren bestehender Badesteg wurde Anfang 2023 durch den Bürgermeister der Gemeinde Göhren-Lebbin ohne vorherige Ankündigung abgerissen.

Sowohl Anwohner als auch zahlreiche Ferienhausbesitzer und langjährige Urlauber reagieren mit großem Unverständnis auf diese Entscheidung und fordern den Wiederaufbau. Es handelt sich um den einzigen öffentlichen Seezugang an einer für Schwimmer geeigneten Stelle. Ansonsten ist der Fleesensee in diesem Bereich sehr flach und für Schwimmer kaum nutzbar.

Die breite Unterstützung für unser Anliegen zeigt sich deutlich: Innerhalb kurzer Zeit wurden über 100 Unterschriften gesammelt. Zudem wird die eigens eingerichtete Website
www.badesteg-untergoehren.de kontinuierlich von Menschen mit persönlichen Erfahrungsberichten und Stellungnahmen ergänzt.  Viele verbinden mit diesem Badesteg prägende Erlebnisse und können dessen Abriss nicht nachvollziehen. Bereits jetzt berichten Ferienhausbesitzer von einem spürbaren Rückgang der Gästezahlen.

Auch die regionale Presse hat sich des Themas angenommen. So veröffentlichte der Nordkurier am 21. Februar 2026 einen kritischen Artikel zu dieser Angelegenheit.

Zuletzt bestand die Hoffnung, dass auch Bürgermeister Zillmer vom Wiederaufbau überzeugt werden konnte (ein formaler Bauantrag ist entgegen ersten Einschätzungen nicht erforderlich). In diesem Zusammenhang fand am 29. April 2026 ein Gespräch mit dem Umweltamt des Landkreises statt – leider ohne Beteiligung der SIG, jedoch auf Grundlage eines konkreten Planungskonzepts einer engagierten Anwohnerin.

Umso überraschender war das Ergebnis: Der Wiederaufbau wurde vom Beigeordneten des Dezernats II, Herrn Torsten Fritz, kategorisch abgelehnt. Die angeführten Gründe erscheinen uns weder ausreichend nachvollziehbar noch überzeugend. Die Entscheidung wurde durch den Bürgermeister ohne weitere Diskussion hingenommen. Eine sachliche Abwägung der Argumente fand offenbar nicht statt. Bürgernahe Politik sieht aus unserer Sicht anders aus.

Seit mittlerweile drei Jahren führt die SIG Seetreppe Interessengemeinschaft Gespräche mit verschiedenen Beteiligten und zuständigen Stellen, die direkt oder indirekt mit dem Abriss und einem möglichen Wiederaufbau des Stegs in Verbindung stehen. Auch mit Vertretern des Umweltamtes gab es konstruktive Gespräche, in denen eine Zustimmung unter bestimmten Auflagen durchaus in Aussicht gestellt wurde.

Herr Fritz hingegen war an diesen Gesprächen zu keinem Zeitpunkt beteiligt, und auch sein Name wurde in diesem Kontext bislang nicht genannt. Dies gilt ebenso für weitere Vertreter des Umweltamts.

Vor diesem Hintergrund ist die plötzliche Intervention auf höchster Ebene – und insbesondere deren kompromisslose und undifferenzierte Umsetzung – für uns nicht nachvollziehbar und äußerst bedenklich. Es entsteht der Eindruck, dass hier politische Interessen über die Interessen der Menschen sowie über die Belange des Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern gestellt werden.

Besonders kritisch sehen wir die Ungleichbehandlung im direkten Umfeld: In unmittelbarer Nähe des ehemaligen Badestegs befindet sich seit 2007 eine stetig wachsende Marina, in der die Boote zunehmend größer werden und mittlerweile auch Jetskis zum Einsatz kommen. Zudem wurde eine Hotelanlage errichtet, die mit sechs Etagen und rund 200 Betten deutlich größer ausfiel als ursprünglich geplant. Beide Einrichtungen sind unbestritten wichtige Faktoren für den Tourismus.

Gleichzeitig scheint der Schutz von Uferbereichen und Natur in diesen Fällen eine untergeordnete Rolle zu spielen, während der Wiederaufbau eines vergleichsweise kleinen Naturstegs zu einem politischen Konflikt eskaliert. Diese Diskrepanz empfinden wir als unverhältnismäßig und schwer vermittelbar.

Sehr geehrter Herr Landrat,

wir bitten Sie daher eindringlich, sich dieses Sachverhalts anzunehmen und eine Wiederaufnahme der Gespräche zum Wiederaufbau unseres Naturstegs zu ermöglichen.

Der Abriss und die bislang ausbleibende Lösung haben inzwischen überregionale Aufmerksamkeit erregt. Der Tourismus am Fleesensee ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor und wird von vielen Akteuren aufmerksam verfolgt. Ein Wiederaufbau – verbunden mit einem modernen Konzept, barrierefrei gestaltet und ergänzt durch Informationstafeln zum Fleesensee – könnte ein wichtiges Signal sein: für eine verantwortungsvolle Politik, die Lösungen sucht, anstatt sie zu blockieren.

Wir benötigen auch in der Umweltpolitik weniger pauschale Ablehnungen und mehr Mut zu pragmatischen, ausgewogenen Lösungen. Umweltschutz muss der Natur dienen – aber ebenso den Menschen, die in und mit dieser Landschaft leben.

Für Ihre Unterstützung und Ihr Interesse danken wir Ihnen im Voraus. Gern stehen wir für weiterführende Informationen und Gespräche zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

 

SIG – Seetreppe Interessengemeinschaft
Heinz Reinsch

Bau eines Naturstegs an der Seetreppe in Untergöhren
Zur Weiterleitung an alle Gemeindevertreter der Gemeinde Göhren-Lebbin
vom 31.05.2026 von Heinz Reinsch

Sehr geehrte Gemeindevertreter,

 

in der 9. Sitzung der Gemeindevertretung Göhren-Lebbin vom 26.05.2026, berichtete der Bürgermeister unter Punkt 13 („Sonstiges“) über das Treffen mit dem Umweltamt am 29.04.2026 in Waren. Diesen Bericht möchten wir aus unserer Sicht korrigieren und ergänzen sowie Sie über den aktuellen Stand zum geplanten Bau eines Naturstegs informieren.

 

Aktueller Sachstand

1. Keine Einrichtung der vorgeschlagenen Arbeitsgruppe
Die von der SIG vorgeschlagene und von Bürgermeister Zillmer zunächst befürwortete Arbeitsgruppe wurde bedauerlicherweise nicht eingerichtet. Der Vorsitzende des Bauausschusses sah sich nicht bereit, dieses Dialogformat gemeinsam mit der SIG umzusetzen.

 

2. Klärung der rechtlichen Rahmenbedingungen
Durch die Initiative und Recherche von Frau Sophie Gödecker (Anwohnerin in dritter Generation) wurde erstmalig klargestellt, dass „Stege ohne Aufbauten in und an Gewässern“ nach der Landesbauordnung Mecklenburg-Vorpommern (§ 61 LBauO M-V) als verfahrensfreie Bauvorhaben gelten und somit keiner Baugenehmigung bedürfen.

 

3. Vorstellung eines konkreten Konzepts im Bauausschuss
Frau Gödecker nahm an der Sitzung des Bauausschusses am 23.03.2026 teil und präsentierte eine umfassende Darstellung zur Entwicklung des ehemaligen Badestegs – einschließlich Bildmaterial sowie konkreter Vorschläge zum weiteren Vorgehen und belastbarer Kostenschätzungen.

 

4. Gespräch beim Umweltamt am 29.04.2026
An dem Termin beim Umweltamt in Waren nahmen neben Bürgermeister Zillmer, Herrn Jäckel und Frau Gödecker auch Herr Torsten Fritz (Beigeordneter Dezernat II), Frau Machnicki (Leiterin des Umweltamts) sowie Herr Thomas Rehm (zuständig für Natur- und Immissionsschutz) teil. Auffällig ist, dass andere, mit dem Vorgang seit längerem vertraute Ansprechpartner des Umweltamts nicht einbezogen wurden. Gründe für die Teilnahme von Herrn Fritz sind nicht bekannt.

 

5. Ablehnung des Vorhabens durch den Beigeordneten
Der Wiederaufbau des Natur- bzw. Badestegs wurde durch Herrn Fritz kategorisch abgelehnt. Zur Begründung wurden unter anderem folgende Punkte genannt:

unzureichende Wassertiefe ● eingeschränkte Schwimm­sicherheit ● möglicher Konflikt mit der nahegelegenen Marina ● vorhandene alternative Badestellen ● mögliche Nutzung des Strandbereichs der Hotelanlage ● Schutz des Schilfgürtels ● keine Realisierung einer öffentlichen Badestelle

 

6. Fehlende Diskussion und fehlender Widerspruch
Diese Entscheidung wurde vom Bürgermeister und Herrn Jäckel ohne Widerspruch und ohne weitere Diskussion zur Kenntnis genommen. Eine Abwägung der Argumente oder eine Vertretung der Interessen der Anwohner fand nicht statt. Es verfestigt sich der Eindruck, dass diese Entscheidung den Vertretern der Gemeinde Göhren-Lebbin nicht ungelegen kam. 

 

7. Abschluss des Themas durch die Gemeindeleitung
In der Gemeindevertretersitzung am 26.05.2026 erklärte Bürgermeister Zillmer sinngemäß:
„Die Entscheidung ist gefallen. Das Thema ist somit für uns abgeschlossen.“

 

8. Enttäuschung über die Interessenvertretung
Als SIG sind wir enttäuscht darüber, dass das Anliegen eines Naturstegs im Gespräch mit dem Umweltamt nicht aktiv vertreten wurde. Ein offizielles Protokoll des Termins liegt bis heute nicht vor. Weder Bürgermeister noch Ausschussvorsitzende haben erkennbare Anstrengungen unternommen, die Interessen ihrer Bürgerinnen und Bürger angemessen einzubringen.

 

9. Weiteres Vorgehen der SIG
Die SIG hat daher am 31.05.2026 ein Schreiben an den Landrat des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte, Herrn Thomas Müller, gerichtet und um eine Wiederaufnahme der Gespräche gebeten.
Wir halten sowohl die inhaltliche Begründung als auch den Entscheidungsprozess für nicht überzeugend und nicht bürgernah. Zudem sehen wir negative Auswirkungen auf den Tourismus in der Region.

 

Unser Anliegen

Wir bitten Sie ausdrücklich, Ihre Stimme und Ihren Einfluss zu nutzen, um den Neubau eines Naturstegs an der Seetreppe in Untergöhren weiterhin zu ermöglichen und eine erneute sachliche Prüfung herbeizuführen.

Gern informieren wir Sie über den weiteren Verlauf und stehen für Gespräche jederzeit zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

SIG – Seetreppe Interessengemeinschaft
Heinz Reinsch

 

Anlagen / Hinweise:

  • Die Präsentation stellen wir interessierten Gemeindevertretern gern zur Verfügung. Nehmen Sie mit uns einfach Kontakt auf über: www.badesteg-untergoehren.de
  • Das Schreiben an den Landrat ist diesem Schreiben beigefügt.

Umweltschutz – mal anders betrachtet
Beitrag vom 20.01.2026 von Elisabeth Schneider-Reinsch

Die Seetreppe-Interessengemeinschaft fordert einen Wiederaufbau eines Badestegs an der Seetreppe. Die Seetreppe – eine Straße im westlichen Teil von Untergöhren - führt direkt zu einer schön angelegten Treppe mit einzigartiger Perspektive auf den Fleesensee. Dort hatten Generationen von Anwohnern einen Zugang zum See über den einzig öffentlichen Badesteg.

Gegen einen Wiederaufbau des Stegs wird mit Umweltschutz argumentiert. Umweltschutz dient jedoch keinem Selbstzweck, er soll die Natur vor Beschädigung und Zerstörung schützen, er soll Artenvielfalt von Pflanzen und Tieren und ihren Lebensraum sichern. Warum ist das überhaupt notwendig? Weil wir Menschen uns zwar gerne in der Natur bewegen, aber nicht gut mit ihr umgehen. Daher gehört meines Erachtens nicht das Verbot, sondern der sorgsame Umgang mit der Natur wesentlich zum Umweltschutz.

In unserem Fall „Seetreppe“ wird immer wieder der Wunsch der unteren Naturschutzbehörde angeführt, an Ort und Stelle einen geschlossenen Schilfgürtel zu erreichen. Der Schilfbestand ginge ohnehin an anderer Stelle zurück. Und Pflanzen und Tiere sollen nicht gestört werden. 

Eine gute Absicht, aber keine kluge und dauerhaft zielführende Strategie! Vielmehr muss der Mensch lernen, mit den Ressourcen der Natur verantwortungsvoll umzugehen. Und das erreicht man nicht mit Verhinderung des Zutritts, sondern mit Förderung von Wertschätzung der Natur.

Von klein auf interessieren sich Kinder für Tiere und Pflanzen. Sie beobachten gerne, fassen an, planschen begeistert im Element Wasser und matschen gerne mit Erde. Nur wenn wir Kinder dies bzgl. Angebote zum Greifen und Be-Greifen machen, wenn sie mit Natur positive Erlebnisse verbinden, entsteht daraus dauerhaft auch Verantwortung für deren Erhalt. Und gerade das beabsichtigen wir mit einem Natursteg: Er soll zum Sehen, Hören, Greifen, Spüren, Riechen und Erkennen einladen, er soll neugierig auf die Natur machen und zu einem Treffpunkt für Klein und Groß werden, so wie es früher einmal war. Es sind genau diese Erfahrungen, die heute die Beharrlichkeit der Seetreppe-Interessengemeinschaft zum Wiederaufbau ausmachen: Kindheitserfahrungen mit Freunden, Wassererfahrungen, Naturerlebnissen.

Ein geschlossener Schilfgürtel von der Marina bis zur Seewirtschaft wird vielleicht Lebensraum für etwas mehr Tiere bieten, aber die Herzen der Menschen nicht gewinnen, schon gar nicht das Interesse der Kleinen wecken. Sie werden nur eine grüne Wand sehen. 

Wollen wir zukünftige Generationen für den Umweltschutz gewinnen, so braucht es mehr sinnliche und eindrucksvolle Erfahrbarkeit von Natur für Kinder, die sich dann im Erwachsenenalter an spannende und prägende Erlebnisse erinnern können. 

Beim Umweltschutz geht es nicht nur um Zählen, Kartieren, Analysieren, Planen und Regeln, es geht vielmehr auch um emotionale Bindung des Menschen an die Natur.

Wir brauchen demnach einen differenzierten und ganzheitlichen Blick auf einen wirksamen Umweltschutz, auch in Genehmigungsverfahren.

Nordkurier - 20.01.2026 
Plötzlicher Abriss von DDR Relikt an beliebtem See 
verärgert Anwohner und Urlauber

Eine Interessengemeinschaft verlangt den Wiederaufbau eines Objekts am Fleesensee. Das Vorhaben gestaltet sich jedoch schwierig.

Es geht ums Prinzip. Die Interessengemeinschaft "Seetreppe" in Untergöhren macht sich für den Wiederaufbau eines Badestegs am Fleesensee stark. Der Steg sei "quasi in einer Nacht-und-Nebel-Aktion" weggerissen worden. Das ist bereits im Winter vor drei Jahren passiert.

Um den ganzen Artikel zu lesen, bitte auf den Button klicken.

Gedanken zu Untergöhren
Schreiben vom 08.03.2025 von Elisabeth Schneider-Reinsch

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
sehr geehrte Frau Muster,

leider können wir an der diesjährigen Vermieterversammlung nicht teilnehmen. Daher möchte ich meine Gedanken zur lokalen (Tourismus-)Politik auf diesem Wege Ihnen mittteilen. Wie Sie vielleicht wissen, sind wir seit über 15 Jahren hier als Vermieter tätig, verbringen viel Zeit hier, weil es unser 2. Zuhause geworden ist, und nehmen an der Entwicklung von Land Fleesensee interessiert teil. 

So ist auch mein Engagement zum Badesteg Seetreppe zu verstehen. Der Badesteg ist in einer Reihe von Entscheidungen einzuordnen, die man als zunehmende Privatisierung des Fleesensee Ufers im Bereich von Land Fleesensee zusammenfassen kann. Da Sie beide an entscheidender Stelle Verantwortung tragen, bitte ich Sie, meine Argumente zu prüfen, auch gerne in der Gemeindevertretung und Vermieterversammlung zur Diskussion zu stellen.

Nach meiner Kenntnis fing die Privatisierung mit dem Bau des Hafens/ der Marina an. Warum hat man den Hafen verkauft und nicht verpachtet?

Als Ausgleichsmaßnahme für den Eingriff in die Natur sollten Badestege zurückgebaut werden (Bauplan 15). Privaten Anliegern wurde Manches versprochen und nicht eingehalten. Einige Stege müssen noch zurückgebaut werden. Das 1. „Opfer“ ist aktuell der öffentliche Badesteg an der Seetreppe. Nach meiner Akteneinsicht in die Bauakte gibt es dazu noch Klärungsbedarf. Das ist hier aber nicht mein Thema. Vielmehr geht es mir darum, dass für einen Großteil von Anwohnern und Ferienhausbesitzern sowie für Erholungssuchende der Seetreppensteg den einzigen Zugang zum Fleesensee im westlichen Bereich darstellte. Es ist auch die einzige Stelle, wo man einigermaßen schwimmen kann. Wir als Vermieter hören immer wieder, dass Gäste kritisch kommentieren, man könne ja im Fleesensee nicht schwimmen.
Frau Muster, Sie antworteten dazu in der letzten Vermieterversammlung (2024), man könnte doch im Plauer See oder in Strietfeld schwimmen gehen, so machten Sie das. Eine irritierende Empfehlung „unserer Tourismusrepräsentantin“.

Und die Frage nach der Qualität des Wassers dort ist absurd, weil ein Seezugang, der nicht mehr benutzt werden darf, zumodert und wieder zu einem natürlichen Gewässer beiträgt. Ist es deswegen gesundheitsschädigend?
Festzuhalten ist: Der Steg soll nicht mehr aufgebaut werden, womit die Öffentlichkeit einen nahen Zugang zum See verliert. Und Sie beide tragen dafür die Verantwortung.

Die Bootshäuser wurden ebenfalls privatisiert. Marina und Bootshäuser sind eingezäunt und verschlossen, an anderen Stellen der Mecklenburgischen Seeplatte ist der Zugang zu den Seen (zumindest tagsüber) möglich.

Das Seehotel hat eine Badeplattform erhalten, die mit öffentlichen Geldern finanziert wurde. Die Gemeinde vereinbarte seinerzeit mit den Investoren, dass der Steg „überwiegend“ vom Hotel benutzt werde. Überwiegend heißt nicht ausschließlich! Die Gemeinde wollte so eine Zugangsmöglichkeit für Anwohner sichern. Tatsächlich war bisher der Zugang nur mit Hotelkarte möglich. Jetzt soll es einen Zugang geben, gegen eine Gebühr. Für wen? Für wie lange? Ist der Vertrag einsehbar? Warum hat man den Steg nicht verpachtet und sich somit Gestaltungsrechte für die Zukunft gesichert? So ist man auf den Goodwill des Hotelbetreibers angewiesen.

Geht man weiter am Ufer entlang, so stößt man auf die beliebte Seewirtschaft. Der neue Beisitzer hat dort eine illegale Bebauung vorgefunden, die die Gemeindevertretung geheilt hat: Jetzt ist das ganze Grundstück privatisiert, so auch der vorhandene Steg. Hätte man da nicht eine Gemeinwohl freundlichere Lösung finden können?

Es folgen 2 Abschnitte am Strand, die nach meiner Kenntnis der Gemeinde gehören (Kinderstrand, Hundestrand).

Der weitere Strandabschnitt wurde ebenfalls privatisiert. Der Strand ist zwar frei zugänglich, aber darüber kann der Großinvestor, wie er will, verfügen (natürlich unter Einhalten von Bauvorschriften).

Der weitere und letzte Abschnitt unseres Fleesensees wurde vor einigen Jahren käuflich von einer Großgrundbesitzerin erworben, um eine Bebauung zu verhindern, seitdem ist jedoch das große Terrain eingezäunt und der Zugang zum Kanal gesperrt, früher ein beliebtes Gebiet für Spaziergänger.

Als Großmutter von 6 Enkelkindern frage ich mich, welche Welt hinterlasse ich ihnen einmal? Spielen nur noch Individualinteressen eine Rolle, oder gibt es noch eine Verpflichtung zum Gemeinwohl? 

Ich erinnere Sie an die Präambel der Verfassung von Mecklenburg-Vorpommern, wo es heißt: “… ein sozial gerechtes Gemeinwesen zu schaffen ,… und die natürlichen Grundlagen des Lebens zu sichern…“.  Das bedeutet für mich – auch im Tourismus“ – die Natur allen Menschen zugänglich zu machen, selbstverständlich mit behutsamem und beschützendem Umgang. Nur so werden die Gemeinde und der Tourismus an 
einem Strang ziehen können und der nachhaltige Tourismus eine dauerhafte Chance haben. 

Überdenken Sie also Ihre Haltung und korrigieren Sie das, was zu korrigieren ist! 
Über eine Rückmeldung würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen
Elisabeth Schneider-Reinsch 

P.S.  Allein durch die Zweitwohnungssteuer hat die Gemeinde Göhren-Lebbin Einnahmen von 13,9 % ihres Haushaltes, in Höhe von 188 863,93 Euro geplant. Dazu kommt die Grundsteuer, die teurer geworden ist. Da müssten doch Investitionen möglich sein (wie in den Badesteg an der Seetreppe), die sowohl der Gemeinde als auch Zweitwohnungsbesitzern/Gästen zugutekommen. Nicht unerheblich sind auch die Einnahmen aus der Kurtaxe für den Kur- und Tourismushaushalt, die ausschließlich für die Steigerung des Erholungswertes für die Gäste eingesetzt werden darf. 

Liebe Nachbarn, liebe Urlauber, 

sollten auch Sie noch alte Bilder von unserem schönen Badesteg haben, wäre es wunderbar, diese zu teilen. Unsere Erinnerungen an unvergessliche Tage am Wasser sind ein kostbares Gut, das wir gerne mit der Community teilen möchten. Lassen Sie uns gemeinsam die Schönheit und die Geschichten, die unser Badesteg beherbergt, wieder aufleben und die Freude am Urlaub an diesem malerischen Ort feiern!

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